Kamasutra

Kamasutra

Beitragvon Damonenbraut am 25. Okt 2009 19:51

Kamasutra




Bedeutet:
„Kama“ bedeutet übersetzt mehr oder weniger: Verlangen – ein unkeuches Wort in vielen Kulturen, der Zusatz „Sutra“ bezieht sich auf den Anspruch dieser Schrift mit anderen altehrwürdigen Texten auf einer Ebene zu stehen, bzw. stehen zu dürfen. Niedergeschrieben wurde das Kamasutra vermutlich zwischen den Jahren 200 und 300 nach Christi Geburt. Beim Kamasutra handelt es sich um einen der einflussreichsten Texte, die jemals zum Thema erotische Liebe geschrieben wurden. Im Jahr 1884 wurde das Kamasutra erstmals ins Englische übersetzt, einige Zeit später folgte die Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche. Das Kamasutra wurde in der westlichen Welt zunächst jedoch als ziemlich schlüpfriges „Handbuch für Sexualpraktiken“ missverstanden. Im Kamasutra wird aber über weit mehr berichtet als über Sexpraktiken. Zum Beispiel berichtet das Kamasutra auch über die Partnerwahl, und den Machterhalt innerhalb der Ehe, aber auch über den Ehebruch. Aber auch über Themen wie Prostitution und den Gebrauch von Drogen sind im Kamasutra Textstellen zu finden. Ein Teil des Originals wurde bei der englischen Übersetzung jedoch völlig außen vorgelassen - die Homosexualität.



Intention


Das Kamasutra ist, ähnlich wie Über den Umgang mit Menschen von Freiherr von Knigge, im höfischen Umfeld entstanden. Anders als zu Knigges Zeiten in Europa galt damals in Indien das Individuum wenig und die Religion alles. Deshalb ist das Kamasutra nicht nur eine parodistische Beschreibung von Anstandsregeln und wie man seine Sexualität ausleben kann, ohne in schlechten Ruf zu geraten, sondern auch ein Aufbegehren gegen die totale Reglementierung jedes noch so kleinen Details des menschlichen Lebens durch die vielen uralten Schriften, die gesetzgebenden Charakter hatten.

Kama bedeutet frei übersetzt 'Verlangen' und ist ein unkeusches Wort. Es bedeutet nicht nur Liebe oder Sex, denn auch das Knurren des leeren Magens ist Ausdruck von Kama. Etwas potentiell erotisch-sexuelles zum Titel eines Lehrbuches zu machen, war im prüden Indien schon an sich eine Provokation. Durch die Kombination mit dem Wort Sutra im Titel erhob das Werk aber außerdem den Anspruch, auf Augenhöhe mit den altehrwürdigen Werken zu stehen, die aus Sutras bestehen und die kulturelle Grundlage Indiens gelegt hatten, noch bevor es Schrift gab.

Die gründliche, extrem systematische und in bestimmten Aspekten sogar realistische Darstellung kleinster Details der Suche nach einem geeigneten Sexualpartner mit Verführung, Ausübung und Beendigung entspringen nicht nur einem Bemühen um Aufklärung, wie wir sie später beispielsweise bei Alfred Charles Kinsey finden. Vielmehr ist diese akribische Darstellung und Reglementierung ein für alte indische Schriften typisches Merkmal, das hier verwendet wurde, um die Nähe, Vergleichbarkeit oder einen ebenso hohen Rang wie diese Schriften anzudeuten. Ausdrücke wie: "Die 64 Glück verheißenden Zeichen einer guten Liebhaberin", die nachfolgend einzeln, nachvollziehbar und in Untergruppen aufgeteilt beschrieben werden, sollen an Systematiken wie den "Tausendblättrigen Lotus" erinnern, das höchste Chakra, das als oberste Instanz für (5 Sensoren + 5 Aktoren) * 2 Richtungen * 50 Neigungen beschrieben wurde. Im Unterschied zu den religiösen Texten, die diese „niederen Gelüste“ als gefährliche Feinde der spirituellen Entwicklung anprangern, wird gerade ihnen im Kamasutra konsequent gehuldigt.

Da sich Sanskrit-Verse selbst in deutscher Übersetzung nicht sehr gut verkaufen, ist diesem Text durch die Verleger im Laufe der Zeit immer mehr erotisches Bildmaterial beigefügt worden, bis diese Bilder den überwiegenden Teil ausmachten und der Textanteil auf die Bildunterschriften reduziert wurde. Mit dieser profitorientierten Einstellung des Sex sells hatte der Autor wenig im Sinn. Viel mehr ging es ihm darum, die Scheinheiligkeit der sanskrit-rezitierenden Pandits einerseits und die höfische Doppelmoral andererseits zu entblößen.




Erwerb der drei Güter
Im altindischen Glauben, der dem Kamasutra zugrunde liegt, gilt es, im Leben drei „Güter“ zu erwerben: Dharma, das spirituelle Wohl durch Befolgung religiöser Richtlinien, Artha, materielle Güter und Reichtum und Kama, den sinnlichen Genuss. Höchste Priorität hat dabei Dharma, danach folgt Artha und schließlich Kama; ein Gut mit niedrigerer Priorität darf nach dem Kamasutra den Erwerb eines höherwertigen Gutes nicht stören.

Neuere Interpreten wie Nuri Vittachi und Volker Zotz betonen, dass das Kamasutra weit über die Funktion der erotischen Belehrung hinaus eine wesentliche Quelle für die Kultur des Managements und die persönliche Ethik von Führungskräften darstelle.



Stellungen im Kamasutra
Entsprechend den verschiedenen Geschlechtsgrössen gibt es drei Arten der Vereinigung:

· Die hohe Vereinigung: kleine Vagina, grosser Penis, weitende Stellung für die Frau
· Die niedere Vereinigung: grosse Vagina, kleiner Penis, verengende Stellung für die Frau. Die Frau benutzt gern Hilfsmittel, um zum Orgasmus zu kommen.
· Die gleiche Vereinigung: gleiche Grössen, beliebige Stellungen.



Für die "Gazelle" (Frau mit kleiner Vagina) sind folgende Stellungen günstig:

a) die weit geöffnete
b) die gähnende
c) die Käferstellung (oder die Schildkröte, die auf dem Rücken liegt)

1. Bei der weit geöffneten Stellung liegt die Frau auf dem Rücken, so dass der Kopf etwas tiefer liegt als der Rücken, und hebt ihr Becken an. Dazu kann der Mann gegebenenfalls Gleitgel zum Eindringen benutzen.
2. Bei der gähnenden Stellung stellt die Frau, ebenfalls auf dem Rücken liegend, ihre Schenkel auf und spreizt sie auseinander.
3. Bei der Käferstellung zieht die Frau, wieder auf dem Rücken liegend, Beine und Schenkel an ihre Hüften. Diese Stellung ist besonders zu empfehlen für die hohe Vereinigung.




Für die "Elefantenkuh" (Frau mit grosser Vagina) sind folgende Stellungen günstig:
a) die geschlossene Stellung
b) die Schenkelklammer
c) die gebundene Stellung
d) die Stutenstellung

Die ersten drei Stellungen können und sollen, vor allem bei der niederen Vereinigung, hintereinander oder wechselnd vollzogen werden.
1. Bei der geschlossenen Stellung liegen er und sie liegen mit gestreckten, geschlossenen Beinen aufeinander. In Rückenlage: sie unten, er oben; in Rückenlage: sie oben, er unten; in Bauchlage: sie unten, er oben; in Seitenlage: sie links, er rechts.
2. Wenn die Frau, nachdem der Sex in der geschlossenen Stellung begonnen hat, den Mann zwischen ihre Schenkel presst oder seine Beine mit ihren umklammert, nennt man das auch Schenkelklammer.
3. Die gebundene Vereinigung ist eine Variation derselben, bei der die Frau den Mann mit einem Schenkel umklammert.
4. Die Stutenstellung erlaubt es der Frau schliesslich mit der Muskelkraft ihrer Vagina, den Schwanz des Mannes in sich festzuhalten, ihn zu umklammern und zu bearbeiten.




Die "Stute" (Frau mit durchschnittlich grosser Vagina) kann je nach Form der Vereinigung zwischen den Stellungen der "Gazelle" und "Elefantenkuh" auswählen.




Weitere Stellungen:

· die aufgestellte Stellung: sie, auf dem Rücken liegend, stellt beide Schenkel auf.
· die weit geöffnete Stellung: sie legt beide Beine auf die Schultern des Partners.
· die gedrängte Stellung: er hält ihre Schenkel und Beine gefaltet auf ihrer Brust fest, sie liegt auf dem Rücken.
· die halbgezwängte Lage: bei der gedrängten Stellung ein Bein ausgestreckt.
· die Bambusspalte: sie legt ein Bein auf seine Schulter, streckt das andere aus und wechselt die Beine immer wieder.
· das Nageleinschlagen: sie legt ein Bein über den Kopf des Partners und streckt das andere aus.
· die Krabbenstellung: sie zieht beide Beine auf ihre Brust.
· die Lotos-Stellung: sie kreuzt ihre Beine im Lotossitz über ihrer Brust.
· die drehende Stellung: der Mann dreht sich um seinen Schwanz als Achse ohne ihn aus der Vagina herauszuziehen (auch eine halbe Drehung ist schon etwas!), sie hält dabei seine Hüften umschlungen.




Ein Trick, um manche dieser Stellungen leichter auszuführen, ist, den Sex im Wasser, in einer Badewanne oder einem grösseren Pool, zu vollziehen. Da im Wasser jedoch viel Reibung und Gleitflüssigkeit verloren gehen, wird der Sex im Wasser jedoch nicht immer als gleich lustvoll wie auf dem Trockenen empfunden.



Stellungen im Stehen und anderes:
Für die stehenden Stellungen müssen die Liebespartner entweder gleich hohe Becken haben, oder die Frau ist so leicht, dass sie vom Mann mühelos in die erwünschte Position angehoben werden kann. Da das aber weder wünschenswert noch häufig der Fall ist, ist ersteres zu bevorzugen.

a) die Stützbegattung
b) der Hängekoitus
c) die Kuh- oder Hundestellung

1. Bei der Stützbegattung vögeln er und sie im Stehen, beide stützen sich dabei gegeneinander oder auch an eine Mauer oder einen Pfeiler. Dabei ist es auch möglich, dass einer von beiden einen Fuss hebt und auf einer Mauer, einem Pfeiler etc. abstützt.
2.Bei Hängekoitus lehnt er z.B. an einer Wand und formt aus seinen gefalteten Händen einen Sitz; sie sitzt auf seinen Händen, hält sich mit den Händen in seinem Nacken fest und stützt sich mit den Füssen an der Wand ab oder wird allein durch seine Hände gehalten. Sie bewegt sich dadurch, dass sie sich mit den Füssen von der Mauer abstösst.
3. Bei der Kuh- oder Hundestellung kniet sie auf allen Vieren, während er sie von hinten nimmt. Dabei kann ihr Rücken wunderbar gestreichelt werden. Diese Stellung ermöglicht es übrigens, alle möglichen Tierarten zu




info-magazin
wiki
deine-seite
Damonenbraut
 

Zurück zu K-O



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast