Sterilisation bei der Frau

Sterilisation bei der Frau

Beitragvon Damonenbraut am 31. Okt 2009 13:04

Sterilisation bei der Frau


Sterilisation bei der Frau
Die Sterilisation ist eine mögliche Form der Verhütung, wenn mit absoluter Sicherheit keine Kinder mehr gewünscht werden. Bei der Sterilisation wird ein Eingriff an den Fortpflanzungsorganen vorgenommen, der eine Fortpflanzung dauerhaft verhindert.
Die Entscheidung für eine Sterilisation ist endgültig und nur unter bestimmten Bedingungen wieder Rückgängig zu machen.

Die Sterilisation
Die Sterilisation (Tubenligatur) ist bei Frauen über 35 ein verbreitetes Verhütungsmittel. In Deutschland sind ca. 6 % der Frauen sterilisiert.
Bei der Sterilisation werden die Eileiter unterbrochen oder durchtrennt, so dass die Samenzellen nicht zu den Eizellen gelangen können und so keine Befruchtung stattfinden kann. Sterilisierte Frauen haben weiterhin jeden Monat einen Eisprung. Die Eizelle gelangt aber nicht in die Gebärmutter sondern stirbt ab und wird vom Körper absorbiert. Die Menstruation findet auch nach einer Sterilisation weiterhin statt, da sich an der hormonellen Situation sich nichts ändert.
Nur in seltenen Ausnahmefällen kommt es nach einer Sterilisation zu einer Schwangerschaft, wenn z.B. ein Eileiter nicht vollständig durchtrennt wurde.
Die Sterilisation ist in 98 bis 99% der Fälle erfolgreich und kann ambulant vorgenommen werden.
Eine Sterilisation führt nicht zu einer Verringerung der sexuellen Lust oder zu Depressionen. Derartige Symptome lassen sich nur Psychologisch erklären.

Umkehr einer Sterilisation
Bei weniger als 50 Prozent der Frauen, die eine Sterilisation rückgängig machen lassen, kommt es später zu einer Schwangerschaft. Die Wahrscheinlichkeit einer Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft steigt danach erheblich.

Kosten einer Sterilisation
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen normalerweise die Kosten für eine Sterilisation bei einer Frau nicht mehr.
Sie belaufen sich auf ca. 500 bis 1000€.
Die Kosten für eine Rückgängigmachung einer Sterilisation werden ebenso nicht übernommen.

Durchführung der Sterilisation bei der Frau
Üblich ist heutzutage die laparoskopische Sterilisation. Durch einen kleinen Schnitt am Nabel werden die Instrumente zum Durchtrennen oder Veröden der Eileiter eingeführt. Eine Narkose ist notwendig. Die laparoskopische Sterilisation wird zunehmend ambulant durchgeführt. Ansonsten ist mit ein bis zwei Tage Krankenhausaufenthalt zu rechnen.

Welche Komplikationen können auftreten?
Chirurgen können versehentlich die Bauchfellbänder während der Operation schädigen. Sie verlaufen links und rechts von der Gebärmutter zur seitlichen Wand des kleinen Beckens und enthalten unter anderem Eileiter, Eierstock sowie die Blutversorgung. Sind beide Bauchfellbänder beschädigt, kann eine Unterversorgung der Eierstöcke eintreten; die Hormonproduktion in den Eierstöcken nimmt ab und die Wechseljahre können vorzeitig beginnen.
Weniger folgenschwere Komplikationen sind:
Eileiterschwangerschaften (sehr selten)
Stärkere und unregelmäßigere Blutungen
Menstruationsbeschwerden

Was ändert sich nach der Sterilisation?
Hormonproduktion, Sexualtrieb und Menstruationszyklus sind vom Eingriff nicht betroffen und sind nach der Sterilisation unverändert.
Die Lust auf Sex wird nicht beeinträchtigt. Einige Frauen bemerken sogar ein regelrechtes "Aufblühen" ihrer Lust, weil sie keine Angst mehr vor einer ungewollten Schwangerschaft haben.
Manche Frauen leiden nach dem Eingriff psychisch unter ihrer Unfruchtbarkeit; es ist daher sehr wichtig, sich für die endgültige Entscheidung ausreichend Zeit zu lassen.




Quellen:

http://www.novafeel.de/sexualitaet/verh ... n-mann.htm

http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Ve ... n-255.html

http://www.profamilia.de/shop/download/53.pdf
Damonenbraut
 

Zurück zu P-T



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast